CQ, CQ, CQ



 

Mitte der 70ger Jahre erwischte er mich, der CB-Funkvirus. Mein Schulfreund Dietmar sass mit einem Handfunkgerät auf dem Dach seines Elternhauses und sprach mit anderen CB-Funkern welche mehrere Kilometer entfernt waren. Ich verstand  nicht viel von dem was so erzählt wurde, denn es wurden seltsame Abkürzungen benutzt QRZ und QRG ..., für mich stand aber trotzdem fest, dass muss ich auch haben. Recht bald wurde ein DNT HF12 Handfunkgerät gekauft. Dieses hatte zwar nur 2 Kanäle, aber nicht lange, dann waren 12 drin und natürlich auch eine Antennenbuchse damit eine Aussenantenne angeschlossen werden konnte.

Vom damals existierenden Deutschem Funkverband wurde mir das Rufzeichen 29M20 zugeteilt.

Für Vaters Kadett wurde ein DNT Kurier 3000 angeschafft und fürs Jugendzimmer  ein Vinga MX-5324. Es war eine tolle Zeit.

 

Leider waren die damals bescheidenen 12 Kanäle sehr schnell überlaufen und das Ganze mutierte schnell zum Laberfunk mit teils recht heftiger Wortwahl.

1977 endete dann erstmal meine Funkkarriere, die Amateurfunkprüfung erschien mir zu schwer.

 

Es folgten dann 30 Jahre ohne Funkgeräte.

 

2007 habe ich mich dann wieder mit CB-Funk beschäftigt. Das heisst ein paar schöne alte Geräte gekauft und hergerichtet. Aber oh Wunder, auf den CB Kanälen waren ausser ein paar Fernfahrer und Funkpiraten mit illegaler Ausrüstung fast nichts mehr zu hören.

Funkverkehr mit illegaler Ausrüstung ist mich für absolut ohne Reiz, es schafft nur ungleiche Verhältnisse, ausserdem möchte möchte man sich ja auch gerne über das Equipment unterhalten was bei illegalen Geräten problematisch ist.

 

Ende 2007 habe ich dann den CB Funkbetrieb zum zweiten Mal (fast) eingestellt und die Amateurfunkprüfung abgelegt.

 

Trotzdem faszinieren mich diese teilweise  recht schönen Geräte immer noch. Für die Vitrine werde ich mich  sicher noch mit dem einen oder anderen Schmuckstück beschäftigen.

 

 

73 29M20